Integrationskompass

Sprachförderung

Muttersprachliche Angebote

Zwei- oder mehrsprachige Kommunikation gehört zum Lebensalltag von Zuwanderinnen und Zuwanderern. Muttersprache wie Umgebungssprache erfüllen eine wichtige identitätsstiftende Funktion: Sie haben eine große Bedeutung bei der Vermittlung von Werten und Traditionen, ermöglichen den Zugang zu den unterschiedlichen Bezugsgruppen und bilden das Fundament für Zugehörigkeit und Akzeptanz.

Wer seine Muttersprache außerhalb des familiären Rahmens pflegen und ausbauen möchte, wird auch in Hessen fündig. Insbesondere Eltern-, Familien- und Kulturvereine, aber auch Institutionen bieten entsprechende Möglichkeiten an.

Herkunftssprachlichen Unterricht gibt es darüber hinaus im Zuge einer Übergangsregelung noch an vielen Schulen in Verantwortung des Landes Hessen. Er ist im Wahlbereich angesiedelt und umfasst in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen zwei bis vier Unterrichtsstunden pro Woche. Folgende Sprachen aus den ehemaligen Anwerbeländern werden derzeit angeboten: Arabisch (für Marokkaner), Bosnisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch sowie Türkisch. Herkunftssprachlicher Unterricht kann auch als zweite Fremdsprache angeboten werden (Beispiel: Türkisch in Frankfurt am Main, Griechisch in Wiesbaden).

Sukzessive soll der herkunftssprachliche Unterricht aus der Verantwortung des Landes Hessen in die Verantwortung der Herkunftsländer übergehen. Hier gibt es derzeit bereits entsprechende Angebote in Griechisch, Italienisch, Mazedonisch, Portugiesisch, Slowenisch, Spanisch und Türkisch.

Alle Projekte zum Thema „Sprachförderung“ finden Sie bei unserer Projektsuche
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Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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