Integrationskompass

BIM - Standardisiertes Bewertungsinstrument für integrationspolitische Maßnahmen

© Michael Flippo / Fotolia.com
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BIM - Standardisiertes Bewertungsinstrument für integrationspolitische Maßnahmen

 

Gefördert durch den Europäischen Integrationsfonds; Projektlaufzeit: April 2013 - Juni 2014

Kooperationspartner: Main-Kinzig-Kreis

Gelungene Integration von Menschen zeigt sich vor allem an ihren Schul- und Bildungsabschlüssen und ebenso daran, ob sie eine Ausbildungs- bzw. Arbeitsstelle haben.  Die Hessische Landesregierung hat bereits seit geraumer Zeit diesen Übergang zwischen Schule und Beruf als bedeutsame Schnittstelle im Blick. So ermöglicht beispielsweise das landesweite Programm Olov ("Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf") eine klar strukturierte, umfassende Förderung der Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Schulen. Sie erhalten zum Beispiel Bewerbungstrainings, Praktika oder Beratung. Auch an den Strukturen setzt Olov an, um den Übergang zwischen Schule und Beruf zu erleichtern. Hierzu gehört eine intensive Vernetzung aller Akteure ebenso wie die Akquisition und Vermittlung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen.

Junge Menschen ohne Schulabschluss, mit Förderschul- oder mit Hauptschulabschluss haben oft deutliche Schwierigkeiten, eine Ausbildungs- bzw. Arbeitsstelle zu finden. Darunter sind überproportional häufig Jugendliche mit Migrationshintergrund, insbesondere aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, vertreten. Neben dem landesweiten Aktionsplan Olov gibt es eine Reihe von sozial- und integrationspolitischen Maßnahmen, die diesen jungen Menschen dabei helfen sollen, den Übergang von der Schule in ein Ausbildungsverhältnis zu schaffen. In solchen Maßnahmen erhalten Jugendliche fachliche Beratung rund um das Thema Ausbildung. Teilweise können sie Schulabschlüsse nachholen bzw. höhere  Schulabschlüsse machen. Auch bekommen sie durch Praktika Einblicke in die Berufswelt.

Zusammen mit dem Main-Kinzig-Kreis, der gemeinsam mit Hanau eine der Modellregionen Integration bildete, entstand die Idee, diese Maßnahmen zu evaluieren. Nach einer umfassenden Evaluation ist nun ein Bewertungsinstrument entwickelt worden, das die Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen messen kann. Es hilft, Stärken und Verbesserungspotenziale von Fördermaßnahmen am Übergang Schule - Beruf genau zu identifizieren.

Das Projektteam untersuchte zu diesem Zweck verschiedene Maßnahmen und Projekte im Landkreis und hat nun die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht. In einem zweiten Schritt wurde auf der Grundlage der Erkenntnisse das Bewertungsinstrument in Form eines Excel-tools entwickelt, das in einem praxisorientierten Handbuch ausführlich beschrieben wird. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist, interessierten Akteuren vor Ort wie z.B. Kommunen, Bildungsträgern oder Schulen ein effektives Werkzeug zur Evaluation von Maßnahmen am Übergang Schule – Beruf an die Hand zu geben.

Hier können Sie die Ergebnisprodukte des Projekts kostenfrei herunterladen:

Ergebnisbericht

Standardisiertes Bewertungsinstrument (Excel-tool)

Benutzerhandbuch zum Excel-Tool

Weitere Informationen bietet der Flyer „Standardisiertes Bewertungsinstrument für integrationspolitische Maßnahmen (BIM)“.

 

Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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