Integrationskompass

Aktuelle Maßnahmen

Aktuelle Maßnahmen zur weiteren interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung

Als die Landesregierung die maßgeblichen Handlungsfelder für den interkulturellen Öffnungsprozess innerhalb der hessischen Landesverwaltung in 2011 umrissen hat, standen insbesondere folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Erreichung des Ziels, dass sich die Vielfalt der hessischen Gesamtbevölkerung im Personal der Landesverwaltung widerspiegelt;
  • Steigerung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Verwaltung an sich;
  • Einbeziehung der genannten Aspekte in Planungs-, Organisations- und Personalentscheidungen.

Zu der Frage, wie diese Ziele zu erreichen sind, setzte die Landesregierung die Arbeitsgruppe „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ ein, in der sämtliche Ministerien vertreten waren. Ihre Empfehlungen lauteten u.a.:

  • verstärkte Werbung bei Menschen mit Migrationshintergrund für eine Beschäftigung in der Landesverwaltung
  • Überprüfung und ggf. Anpassung des Einstellungsverfahrens
  • Überprüfung und ggf. Aktualisierung der Anforderungsprofile und Stellenausschreibungen
  • Ausbau bzw. Schaffung einer Willkommenskultur innerhalb der Landesverwaltung
  • Erhöhung der interkulturellen Kompetenz der Beschäftigten
  • Monitoring der ergriffenen Maßnahmen (Monitoring bedeutet hier das Erfassen, Beobachten und Analysieren von Daten).

Auf der Grundlage dieser Empfehlungen beschloss die Landesregierung im Frühjahr 2013:
„Die Ressorts verpflichten sich, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs alle notwendigen und förderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Empfehlungen der Arbeitsgruppe und die interkulturelle Öffnung der Verwaltung insgesamt voranzutreiben und nachhaltig in ihrem Ressort zu implementieren.“

Eine Konsequenz dieses Beschlusses ist die Befragung der neu in den Landesdienst eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem eventuellen Migrationshintergrund. Damit soll nachvollziehbar werden, ob die Bemühungen der Landesverwaltung Früchte tragen. Die erste Welle der Befragung hat vom 1. Oktober 2013 bis 31. September 2014 stattgefunden. Das Kabinett hat im Februar 2016 beschlossen, die  "Befragung zur Vielfalt in der hessischen Landesverwaltung" in zweiter Welle fortzusetzen.

Seit Sommer 2015 erarbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Landesverwaltung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Kommunalverwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Rahmen der Arbeitsgruppe 6 "Interkulturelle Öffnung, Diversity, Antidiskriminierung" Handlungsempfehlungen für die einzelnen Akteure. Diese sollen in den ersten Hessischen Integrationsplan, der voraussichtlich 2017 erscheinen wird, einfließen.

 

Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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