Integrationskompass

Modellprojekt BAMF - Kommunen

Modellprojekt BAMF - Kommunen

An dem zu fünfzig Prozent durch den Europäischen Integrationsfonds geförderten Projekt „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung als Chance“ im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nehmen in Hessen die Städte Flörsheim, Gießen, Dietzenbach, Mühlheim am Main und Mörfelden-Walldorf teil.

Die Kommunen wollen eine Willkommenskultur etablieren und interkulturelle Öffnungsprozesse anstoßen und umsetzen; und zwar in und mit ihren Stadtverwaltungen und gemeinsam mit lokalen Institutionen, Vereinen und Migrantenorganisationen. Ziele sind dabei zum einen eine Organisations- und Personalentwicklung, die der Vielfalt in unserer Gesellschaft bei ihren Entscheidungen und in ihrem Handeln Rechnung tragen. Zum anderen die Sensibilisierung und interkulturelle Schulung der Führungskräfte und der Mitarbeiterschaft sowie die Erhöhung des Mitarbeiteranteils mit Migrationshintergrund. Des Weiteren auch der Abbau von Zugangsbarrieren und die Erarbeitung bzw. Erprobung neuer Zugangswege zu den kommunalen Angeboten, um die Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Die Beteiligung lokaler Akteure ist dabei ein zentrales Anliegen.

Die Hessische Landesregierung hat im Jahr 2013 das Projekt mit insgesamt rund 104.000 Euro bezuschusst. Sie begleitet die fünf Kommunen im Rahmen von Vernetzungstreffen, die insbesondere den Erfahrungsaustausch untereinander unterstützen.


Projekt „Ausländerbehörden - Willkommensbehörden“

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert seit Oktober 2013 ein Projekt zur Weiterentwicklung von Ausländerbehörden zu Willkommensbehörden.

 

Mit dem Projekt wird der Anspruch umgesetzt, Willkommens- und Anerkennungskultur in unterschiedlichen Bereichen staatlichen Handelns zum Leitmotiv zu machen. Dazu werden Ausländerbehörden in drei Bereichen ihrer Organisationskultur unterstützt. Diese sind zum einen die Struktur ihrer Organisation, zum zweiten ihre Vernetzung mit anderen Institutionen und drittens die Haltungen, kommunikativen Techniken und Kompetenzen ihres Personals. Ziel ist es aus der Analyse und den Erfolgen der Projektarbeit Musterprozesse abzuleiten, die es anderen Behörden ermöglichen die erreichten Erfolge einer aktiven Willkommenskultur auch für sich umzusetzen.

 

Standort in Hessen ist der Wetteraukreis. Partnerbehörden sind Kassel und Wiesbaden. Die übrigen hessischen Bewerber für das Projekt sind in einem eigenen Netzwerk zusammengefasst worden, um von den Prozessen und Erfahrungen aus dem Bundesprojekt zu profitieren. Der dadurch initiierte fachliche Austausch zum Thema Willkommenskultur wird von allen Ausländerbehörden sehr geschätzt.

Das hessische Netzwerk wird begleitet von einer Projektgruppe aus Vertretern des Hessischen Integrationsministeriums (federführend), des Hessischen Innenministeriums und der kommunalen Spitzenverbände.

 

Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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