Integrationskompass

Integrationspolitik

Fotolia und IStock
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Integration ist ein politischer Schwerpunkt in Hessen

Jeder achte Mensch in Hessen hat einen ausländischen Pass, jeder vierte hat einen Migrationshintergrund, nahezu jedes zweite Kind unter sechs Jahren hat einen Migrationshintergrund. Diese Zahlen machen deutlich, dass Integration kein Spezialthema ist, geschweige denn eines für sogenannte Randgruppen – Integration ist vielmehr ein Thema, dass die Zukunftsfähigkeit von Hessen bestimmen wird!

Schon mit dem Regierungsprogramm 1999 hat die Hessische Landesregierung die Weichen für eine neue Integrationspolitik gestellt. Mit einem zur damaligen Zeit beispielgebenden Integrationskonzept („Leitlinien der Integrationspolitik“, beschlossen im März 2000) und innovativen Maßnahmen wurde ein bundesweiter Paradigmenwechsel eingeleitet.

In 2009 hat die Hessische Landesregierung mit der Gründung des Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa ein neues Kapitel aufgeschlagen. Erstmals werden zum einen wesentliche strukturgebende und innovationsbestimmende Zuständigkeiten gebündelt, zum anderen wird Integration als Querschnittsaufgabe der gesamten Landesregierung umgesetzt. Damit verfolgt Hessen eine Integrationspolitik „aus einem Guss“.

Seit Anfang 2014 ist für die hessische Integrationspolitik das von Staatsminister Stefan Grüttner geführte Ministerium für Soziales und Integration zuständig, ebenso wie für einen neuen Schwerpunkt: Antidiskriminierung. Erstmals wird in Person von Jo Dreiseitel ein Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung installiert.

Ziel der hessischen Integrationspolitik ist, die Vielfalt unserer Gesellschaft als Ressource zu nutzen. Vielfalt ist Bereicherung, wenn Integration gelingt. Alle Menschen sollen ihre Potentiale entfalten und ihre Chancen wahrnehmen können. Dabei ist jeder Einzelne gefragt, Verantwortung für sich selbst, für andere und für unser Land zu übernehmen. Integration ist keine Einbahnstraße. Sowohl Zugewanderte als auch die Menschen, die seit Generationen in Hessen leben, müssen Integrationsleistungen erbringen.

Integration kennt weder Vor- noch Sonderrechte. Die Landesregierung sieht ihre Aufgabe darin, die staatlichen Regelstrukturen nachhaltig darauf auszurichten, dass sie dem Bedarf der gesamten Bevölkerung entsprechen, unabhängig von einem etwaigen Migrationshintergrund. Zu den Regelstrukturen zählen wir beispielsweise Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Beratungsstellen usw.

Die zentralen Probleme der Integration liegen nach wie vor in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt. Die Daten zeigen eine höhere Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Menschen mit deutschen Wurzeln, ebenso sind ihre Schulabschlüsse vergleichsweise schlechter. Hier setzen wir an mit gezielten Maßnahmen.

Von wesentlicher Bedeutung ist zudem die Integration in die hiesige Wertegemeinschaft. Unsere Gesellschaft hat ein solides Fundament. Das Grundgesetz bildet den Rahmen für ein Miteinander, das auf Recht und Freiheit, Gleichberechtigung und Respekt sowie auf Wertschätzung und Verständnis beruht. Die Integrationspolitik der Hessischen Landesregierung arbeitet darauf hin, dass sich alle Menschen unserem Land zugehörig fühlen, dass alle sagen: Wir sind Hessen!

Die Broschüre finden Sie zum Download auf der rechten Seite.

 

Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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